Cortisol, das wichtigste Stresshormon, beeinflusst die Haut auf mehreren Wegen. Chronisch erhöhte Werte können die Hautbarriere schwächen, Entzündungen fördern und die Kollagenproduktion reduzieren – was zu Akne, Ekzemen, vorzeitiger Hautalterung und verzögerter Wundheilung beitragen kann. Das Senken von Cortisol (z. B. durch Stressmanagement, Schlafoptimierung, Meditation oder Bewegung) wird daher oft als unterstützende Maßnahme für Hautgesundheit empfohlen. Die Evidenz hierfür ist jedoch überwiegend mechanistisch und basiert auf Beobachtungsstudien; direkte klinische Studien, die einen kausalen Nutzen von Cortisolsenkung auf spezifische Hauterkrankungen belegen, sind begrenzt. Zudem ist Cortisol ein lebenswichtiges Hormon – eine übermäßige Senkung (etwa durch Medikamente) kann gefährlich sein. Bei Hautproblemen sollte immer ein Arzt oder Dermatologe konsultiert werden. Consumer-Tests für Cortisol (z. B. Speicheltests) liefern nur Momentaufnahmen und sind nicht für die Diagnose oder Therapiesteuerung geeignet.
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