Vitamin K3 (Menadion) ist eine synthetische Form von Vitamin K, die nicht natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt. Anders als die natürlichen Vitamine K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon) wird K3 im Körper nicht effizient in aktive Coenzyme umgewandelt und kann in höheren Dosen toxisch wirken (oxidativer Stress, Hämolyse). Ursachen für einen Mangel an Vitamin K im Allgemeinen sind: fettarme Ernährung, Malabsorption (z. B. bei Zöliakie, Kurzdarmsyndrom), Lebererkrankungen, langfristige Antibiotikatherapie oder Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar). Ein spezifischer K3-Mangel existiert nicht, da der Körper K3 nicht benötigt. In der Humanmedizin wird K3 kaum eingesetzt; früher wurde es als Injektion bei Neugeborenen verwendet, ist aber wegen Toxizität weitgehend durch K1 ersetzt. In Nahrungsergänzungsmitteln ist K3 in der EU nicht zugelassen. Die Evidenzlage ist mechanistisch und basiert auf Tierversuchen; für den Menschen gibt es keine gesicherten Empfehlungen. Vorsicht: K3-Präparate aus dem Ausland können gesundheitsschädlich sein.
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