Die Schilddrüse steuert über das Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) den Stoffwechsel. Ein TSH-Labortest misst die Konzentration im Blut und dient als erster Screening-Marker für Schilddrüsenfunktionsstörungen. Studien zeigen, dass TSH-Werte stark von Alter, Tageszeit, Ernährung und individuellen Referenzbereichen abhängen. Ein erhöhter TSH-Wert kann auf eine Unterfunktion (Hypothyreose) hindeuten, ein erniedrigter auf eine Überfunktion (Hyperthyreose). Allerdings ist der alleinige TSH-Wert nicht ausreichend für eine Diagnose; er muss zusammen mit fT3, fT4 und ggf. Antikörpern (TPO, Tg) interpretiert werden. Viele Studien betonen, dass die Referenzbereiche populationsabhängig sind und dass subklinische Veränderungen oft keine Behandlung erfordern. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (wie von MyBody-X) können TSH messen, aber sie ersetzen keine ärztliche Diagnostik. Die Evidenz für TSH als Screening-Marker ist stark (human-strong), aber die Interpretation sollte immer durch einen Arzt erfolgen. Caveat: Einzelne Messungen können durch Tageszeit oder Stress schwanken.
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