Die Frage, ob FADS1 den Blutzucker beeinflussen kann, ist wissenschaftlich nicht eindeutig zu beantworten. FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beteiligt ist. Einige GWAS-Studien zeigen schwache Assoziationen zwischen bestimmten FADS1-Varianten (z. B. rs174547) und Nüchternblutzucker oder Insulinresistenz. Die Effektstärken sind jedoch gering und werden durch Ernährung, Bewegung und Körpergewicht deutlich überlagert. Klinisch relevante Vorhersagen oder Handlungsempfehlungen allein aus FADS1-Genotypen sind derzeit nicht möglich. Ein Gentest von MyBody-X kann diese Varianten zwar identifizieren, aber der Nutzen für die Blutzuckerkontrolle ist begrenzt. Evidenz basiert auf populationsgenetischen Assoziationen, nicht auf randomisierten Interventionsstudien. Wer seinen Blutzucker verbessern möchte, sollte auf etablierte Maßnahmen wie ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung und Gewichtsmanagement setzen – nicht auf einzelne Genvarianten.
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