MY FOODBOOK ist ein digitales Ernährungstagebuch, das auf Basis von DNA- und Lebensstildaten personalisierte Empfehlungen gibt. Bei Fertilität ist die Evidenzlage jedoch begrenzt: Zwar beeinflussen Ernährung, Mikronährstoffe (z. B. Folsäure, Vitamin D, Zink) und Lebensstil die Fruchtbarkeit, aber ein direkter kausaler Effekt einzelner Genvarianten ist meist schwach oder nicht ausreichend belegt. Die DNA-Analyse kann Risikovarianten (z. B. MTHFR, FTO) identifizieren, deren Relevanz für die Fruchtbarkeit oft nur indirekt ist. MY FOODBOOK kann als Tool zur Ernährungsoptimierung dienen, ersetzt aber keine medizinische Fertilitätsdiagnostik. Achten Sie darauf, dass die Empfehlungen nicht als medizinische Aussagen interpretiert werden – es handelt sich um Lifestyle-Analysen. Bei unerfülltem Kinderwunsch ist ein Arztbesuch unerlässlich. Die Datenlage zu personalisierten Ernährungsempfehlungen für Fertilität ist noch dünn; viele Aussagen beruhen auf generellen Ernährungsrichtlinien. Kritisch zu sehen ist, dass die Genotyp-Interpretation oft vereinfacht dargestellt wird. Fazit: MY FOODBOOK kann unterstützen, aber nicht diagnostizieren. Evidenz: praxisbasiert, nicht klinisch bestätigt.
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