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Wann ist CRP Kinder wirklich sinnvoll?

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Wann ist CRP Kinder wirklich sinnvoll?

CRP (C-reaktives Protein) ist bei Kindern dann sinnvoll, wenn eine klinische Abklärung auf eine akute Infektion oder Entzündung erforderlich ist. In der pädiatrischen Praxis wird CRP häufig zur Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen eingesetzt, z. B. bei Fieber unklarer Genese, Atemwegsinfekten oder Verdacht auf Sepsis. Ein stark erhöhter CRP-Wert (>40–60 mg/l) spricht eher für eine bakterielle Genese, während virale Infekte meist nur moderate Anstiege zeigen. Allerdings ist CRP kein perfekter Marker: Es kann auch bei viralen Infekten oder nicht-infektiösen Entzündungen (z. B. Autoimmunerkrankungen) erhöht sein. Die Leitlinien empfehlen CRP nicht als generelles Screening bei gesunden Kindern, sondern nur bei konkretem klinischem Verdacht. Auch zur Verlaufskontrolle unter Antibiotikatherapie kann CRP hilfreich sein. Wichtig: Ein normaler CRP-Wert schließt eine schwere Infektion nicht sicher aus, insbesondere bei Neugeborenen und immunsupprimierten Kindern. Die Evidenz ist stark (klinische Studien, pädiatrische Leitlinien), aber die Interpretation muss immer im klinischen Kontext erfolgen. Consumer-Tests, die CRP ohne ärztliche Indikation anbieten, sind kritisch zu sehen, da sie zu Fehlinterpretationen und unnötigen Arztbesuchen führen können.

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