Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an der Insulin-Synthese, -Speicherung und -Freisetzung beteiligt ist. Studien zeigen, dass ein Zinkmangel die Glukosetoleranz verschlechtern kann. Allerdings ist die Evidenz für eine blutzuckersenkende Wirkung von Zink-Supplementen bei gesunden Menschen ohne Mangel schwach. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes oder Prädiabetes und niedrigem Zinkstatus können Supplemente die Nüchternglukose und HbA1c-Werte moderat senken – das belegen Metaanalysen randomisierter Studien. Ein Mythos ist, dass Zink allein Diabetes heilen oder Insulin ersetzen könne; das ist falsch. Ein weiterer Mythos: „Je mehr Zink, desto besser“ – hohe Dosen (>40 mg/Tag langfristig) können Kupfermangel und Immunstörungen verursachen. Die sichere Obergrenze (UL) liegt bei 25–40 mg/Tag (je nach Behörde). Fazit: Zink ist ein unterstützender Faktor, aber kein Wundermittel. Bei Verdacht auf Mangel oder Diabetes immer ärztlich abklären lassen. Die Evidenz ist human-moderat, basierend auf RCTs und Metaanalysen, jedoch nicht für alle Populationen einheitlich.
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