Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) wird in vielen Geweben exprimiert, auch in Hirnregionen, die den Schlaf regulieren. Polymorphismen wie FokI (rs2228570), BsmI (rs1544410) und TaqI (rs731236) werden mit veränderter Vitamin-D-Signalübertragung in Verbindung gebracht. Einige Studien zeigen Assoziationen zwischen VDR-Varianten und Schlafdauer, Einschlafproblemen oder Tagesmüdigkeit, jedoch sind die Effekte klein und die Ergebnisse inkonsistent. Die Evidenz stammt überwiegend aus GWAS und Beobachtungsstudien; es fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen Effekt belegen. Zudem wird der VDR-Status in kommerziellen DNA-Tests oft ohne klinische Validierung angeboten. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel (25(OH)D) ist ein stärkerer Prädiktor für Schlafstörungen als die Genetik. Caveat: Keine eigenmächtige Hochdosierung von Vitamin D ohne ärztliche Kontrolle, da Hypercalcämie riskant ist. Evidenz: human-moderat.
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