CYP2C19 ist ein Gen für ein Enzym des Cytochrom-P450-Systems, das vor allem für den Abbau von Medikamenten wie Clopidogrel, Protonenpumpenhemmern und bestimmten Antidepressiva zuständig ist. Eine direkte Rolle bei der Schlafregulation – etwa über Melatonin-Synthese, zirkadiane Rhythmen oder Schlafarchitektur – ist nicht bekannt. Indirekte Effekte sind denkbar, wenn Arzneimittel, die über CYP2C19 verstoffwechselt werden, die Schlafqualität beeinflussen (z. B. einige SSRIs oder Benzodiazepine). Allerdings gibt es keine validierten Studien, die einen Zusammenhang zwischen CYP2C19-Varianten und Schlafparametern wie Einschlafzeit, Schlafdauer oder Schlafstörungen belegen. Die Evidenz ist daher als unklar einzustufen. Vermarktete Behauptungen, ein Gentest auf CYP2C19 könne den Schlaf optimieren, entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage. Wer Schlafprobleme hat, sollte sich auf etablierte Faktoren wie Schlafhygiene, Stressmanagement und ggf. eine ärztliche Abklärung konzentrieren – nicht auf ein einzelnes Arzneimittel-Enzym-Gen.
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