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Erklärung: welche blutwerte bei ständiger müdigkeit

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Erklärung: welche blutwerte bei ständiger müdigkeit

Bei ständiger Müdigkeit sind mehrere Blutwerte medizinisch sinnvoll, bevor man an genetische Ursachen denkt. Standard ist ein großes Blutbild (Hb, Erythrozyten) zum Ausschluss einer Anämie. Eisen, Ferritin und Transferrinsättigung decken Eisenmangel auf – auch ohne Anämie. Vitamin B12 und Folsäure sind wichtig, da ein Mangel Müdigkeit und neurologische Symptome verursachen kann. Vitamin D-Mangel wird ebenfalls häufig mit Erschöpfung assoziiert. Schilddrüsenparameter (TSH, ggf. fT3/fT4) sollten geprüft werden, da eine Unterfunktion typische Müdigkeit auslöst. Entzündungsmarker wie CRP und BSG können auf chronische Infekte oder Autoimmunprozesse hinweisen. Nüchternblutzucker und Langzeitblutzucker (HbA1c) helfen, Diabetes oder Hypoglykämieneigung zu erkennen. Leber- und Nierenwerte (GOT, GPT, Kreatinin) sind Basis-Checks. Ein Homocystein-Wert kann bei B12/Folsäure-Mangel erhöht sein. Wichtig: Diese Werte sollten ärztlich interpretiert werden, da sie tageszeitlichen Schwankungen unterliegen. Heimtests (z. B. von MyBody-X) liefern nur eine Momentaufnahme und ersetzen keine klinische Abklärung. Die Evidenz für diese Marker ist stark (klinische Praxis), aber individuelle Referenzbereiche und Symptome müssen berücksichtigt werden.

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