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Risiken und Grenzen bei Schlaf Training

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Risiken und Grenzen bei Schlaf Training

Schlaftraining (z. B. zur Optimierung der Schlafenszeit oder zur Behandlung von Schlafstörungen) birgt Risiken, wenn es sich zu stark auf genetische Testergebnisse stützt. Die in DNA-Tests gefundenen CLOCK-Genvarianten erklären nur 1–3 % der Chronotyp-Varianz; Umwelt, Alter und Gewohnheiten haben einen weitaus größeren Einfluss. Eine Überbewertung der Genetik kann zu unnötigen oder falschen Anpassungen führen, z. B. extrem frühe oder späte Schlafenszeiten, die den sozialen Rhythmus stören. Bei Jugendlichen ist die Abendneigung entwicklungsbedingt normal und kein genetischer Defekt – ein Schlaftraining sollte hier auf Schlafhygiene und konsistente Routinen setzen, nicht auf Gentests. Zudem überschätzen viele Direkt-zu-Verbraucher-Tests ihre Vorhersagekraft. Risiken eines zu starren Trainings sind erhöhter Stress, Schlafdruck und bei Säuglingen mögliche Bindungskonflikte. Die Grenzen liegen in der geringen Effektstärke der Gene, der fehlenden klinischen Validierung für viele Tests und der Tatsache, dass einfache Fragebögen (wie der MEQ) oft genauer sind. Ein evidenzbasiertes Schlaftraining sollte daher Verhalten, Lichtexposition und individuelle Bedürfnisse priorisieren – nicht die DNA.

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