Mythen und Fakten: Langlebigkeits-DNA-Tests und Gewichtsabnahme Mythos: Ein DNA-Test kann Ihnen genau sagen, ob Sie besser mit Low-Carb oder Low-Fat abnehmen. Fakt: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zeigen keinen Vorteil einer genotyp-angepassten Diät gegenüber einer Standarddiät (PMID 37813841). Fachgesellschaften raten von solchen Tests ab (PMID 38474735, 40079117). Selbst das FTO-Risikoallel beeinflusst nicht, welche Makronährstoffzusammensetzung optimal ist – es wirkt eher auf Appetit und Sättigung. Die Effekte einzelner Gene sind winzig; die Gesamtqualität der Ernährung und die Kalorienbilanz dominieren den Gewichtsverlust. Zudem sind polygene Risikoscores oft nicht über Ethnien hinweg übertragbar (PMID 36477530). Auch Geschmackspräferenzen sind nicht genetisch festgelegt, sondern durch Ernährung formbar (PMC12030297). Ein DNA-Test kann also keine personalisierte Abnehmstrategie liefern. Stattdessen sollte man auf bewährte Prinzipien setzen: ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Verhaltensänderung. Die Vermarktung solcher Tests als „Langlebigkeits-Booster“ ist irreführend und wissenschaftlich nicht haltbar.
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