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wie kann man cortisol messen — wann sollte man zum Arzt?

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wie kann man cortisol messen — wann sollte man zum Arzt?

Cortisol lässt sich im Blut, Speichel oder Urin messen. Die Blutentnahme erfolgt meist morgens (ca. 8 Uhr) und ggf. im Tagesverlauf, da Cortisol einem zirkadianen Rhythmus folgt. Speicheltests werden oft zur Bestimmung des nächtlichen Cortisolspiegels (Mitternacht) oder nach einem Dexamethason-Hemmtest eingesetzt. Der 24-Stunden-Urin misst die freie Cortisolausscheidung. Wichtig: Einzelne Messungen sind wenig aussagekräftig, da Stress, Schlafmangel, Medikamente (z. B. Kortison, Östrogene) und akute Erkrankungen die Werte verfälschen. Ein Arztbesuch ist sinnvoll bei anhaltenden Symptomen wie unerklärlicher Gewichtszunahme (v. a. Stammfettsucht), Muskelschwäche, Bluthochdruck, Hautveränderungen (lila Streifen), Stimmungsschwankungen oder bei Verdacht auf Nebenniereninsuffizienz (Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Gewichtsverlust). Auch bei chronischem Stress mit Erschöpfung kann eine ärztliche Abklärung helfen, wobei die Evidenz für „Burnout-Tests“ begrenzt ist. Selbsttests aus der Apotheke oder online sind meist unzuverlässig und ersetzen keine ärztliche Diagnostik. Die Messung sollte immer von einem Endokrinologen oder Hausarzt interpretiert werden.

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