Eine Magnesium-Supplementation ist dann wirklich sinnvoll, wenn ein nachgewiesener Mangel vorliegt (z. B. Serum-Magnesium <0,75 mmol/l) oder ein erhöhter Bedarf besteht – etwa bei Diabetes mellitus Typ 2, Hypertonie, Migräne, chronischem Stress, Alkoholabhängigkeit oder der Einnahme von Diuretika/Protonenpumpenhemmern. Auch in der Schwangerschaft und bei intensivem Ausdauersport kann eine gezielte Supplementierung den Bedarf decken. Für die gesunde Allgemeinbevölkerung ohne Risikofaktoren ist eine zusätzliche Magnesium-Einnahme jedoch nicht evidenzbasiert; eine ausgewogene Ernährung (Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse) liefert meist ausreichend Magnesium. Die Behauptung, ein Gentest könne den individuellen Magnesiumbedarf präzise vorhersagen, ist wissenschaftlich nicht belegt – die klinische Relevanz einzelner SNPs (z. B. in TRPM6) ist schwach. Stattdessen sollte die Entscheidung auf Blutwerten und ärztlicher Beratung basieren. Hohe Dosen über Nahrungsergänzungsmittel können Durchfall und Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen.
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