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Risiken und Grenzen bei MTHFR Senioren

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Risiken und Grenzen bei MTHFR Senioren

MTHFR-Varianten (v. a. C677T) beeinflussen die Folsäureverarbeitung und können bei älteren Menschen zu erhöhten Homocysteinwerten beitragen, einem Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und kognitiven Abbau. Allerdings ist der prädiktive Wert eines einzelnen SNPs gering; die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang mit Schlaganfall oder Demenz im Alter ist moderat und nicht eindeutig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt keine routinemäßige MTHFR-Gentestung bei Senioren. Viele Patienten erhalten aufgrund solcher Tests hochdosierte Folsäurepräparate, obwohl randomisierte Studien keinen klaren Nutzen für die Primärprävention zeigen. Zudem kann eine unkritische Supplementierung Vitamin-B12-Mangel maskieren. Die Grenzen liegen in der Überschätzung der klinischen Relevanz, der fehlenden Berücksichtigung von Umweltfaktoren (Ernährung, Nierenfunktion) und der Tatsache, dass Homocystein oft ein Epiphänomen ist. Für Senioren ist ein ganzheitlicher Ansatz (B-Vitamine aus der Nahrung, Bewegung, kognitive Stimulation) sinnvoller als die Fokussierung auf einen einzelnen Genotyp.

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