Die APOE-Genotypen (ε2, ε3, ε4) beeinflussen den Fettstoffwechsel, aber ihre direkte Rolle für die Gewichtsabnahme ist begrenzt und nicht eindeutig belegt. ε4-Träger haben ein erhöhtes Risiko für erhöhte LDL-Cholesterinwerte und kardiovaskuläre Erkrankungen, was eine fettmodifizierte Ernährung nahelegt. Einige Studien deuten darauf hin, dass ε4-Träger möglicherweise weniger von fettreduzierten Diäten profitieren, während ε2-Träger empfindlicher auf Fettzufuhr reagieren. Allerdings sind die Effektgrößen klein, und die individuelle Variabilität ist groß. Gewichtsverlust wird primär durch Kalorienbilanz, Bewegung und Verhaltensänderungen bestimmt – APOE ist kein „Fettverbrennungsgen“. Die kommerzielle Genanalyse liefert hier oft eine überhöhte Interpretation. Evidenz: moderate Humanstudien, aber keine randomisierten kontrollierten Studien, die eine kausale Rolle für Gewichtsabnahme belegen. Caveat: Die Ergebnisse sollten nicht als alleinige Grundlage für Diätentscheidungen dienen.
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