Die Frage, ob FUT2 bei Allergien helfen kann, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. FUT2 kodiert für eine Fucosyltransferase, die die Sekretion von ABH-Antigenen in Körperflüssigkeiten steuert (Secretor-Status). Träger der inaktiven Variante (Non-Secretor, rs601338) haben eine veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms und ein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionen. Einige Studien (z. B. GWAS) zeigen Assoziationen zwischen FUT2-Varianten und allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder atopischer Dermatitis, jedoch sind die Effekte klein und die Ergebnisse inkonsistent. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und beobachtend – es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die einen Nutzen von FUT2-basierten Interventionen (z. B. personalisierte Ernährung) zur Allergieprävention oder -behandlung belegen. MyBody-X-Tests können den Secretor-Status bestimmen, aber die klinische Relevanz für Allergiker bleibt unklar. Eine alleinige Genanalyse ersetzt keine ärztliche Allergiediagnostik. Wer Allergien hat, sollte sich auf etablierte Maßnahmen wie Allergenvermeidung, Medikamente und Immuntherapie konzentrieren.
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