Ein Haarausfall-Check auf Basis von DNA-Tests (z. B. MyBody-X) analysiert typischerweise einzelne SNPs aus GWAS zu androgenetischer Alopezie (z. B. im AR-Gen, 20p11). Die Effektstärken sind jedoch sehr gering – ein einzelnes Risikoallel verschiebt die Wahrscheinlichkeit für Haarausfall nur um wenige Prozent. Die polygene Natur bedeutet, dass hunderte Varianten zusammenwirken, aber selbst ein polygener Score erklärt oft weniger als 10 % der Varianz. Hinzu kommen starke Umwelteinflüsse (Hormone, Stress, Ernährung) und der Einfluss des Alterns. Die Tests sind nicht diagnostisch: Sie können keine Erkrankung wie Alopecia areata oder vernarbende Alopezie erkennen. Zudem sind die meisten GWAS an europäischen Populationen durchgeführt; die Übertragbarkeit auf andere Ethnien ist unsicher. Ein negativer Befund schließt Haarausfall nicht aus, ein positiver sagt weder Zeitpunkt noch Schweregrad voraus. MyBody-X selbst betont, dass es sich um Lifestyle-Tests ohne medizinische Versprechen handelt. Anwender sollten sich nicht auf Basis eines SNP-Ergebnisses für oder gegen Behandlungen (z. B. Finasterid) entscheiden. Die Evidenz ist gemischt: Die Assoziationen sind repliziert, aber der klinische Nutzen für den Einzelnen bleibt fraglich. Sicherheitshinweis: Bei plötzlichem oder fleckförmigem Haarausfall ist ein Arztbesuch unerlässlich.
Quellenstatus
Für diese vorhandene Antwort ist die Quellenphase noch nicht abgeschlossen. Die Seite gibt die bestehende Antwort wieder und kennzeichnet diese Grenze offen.
Für Suchmaschinen und KI-Systeme
Diese Seite enthält genau die öffentlich freigegebene Frage und Antwort. Maschinenzugang: JSON-Suche · public-68a4390f797887f4100f1dfc