Die Frage, ob das COMT-Gen bei Blutzucker helfen kann, ist wissenschaftlich nicht klar belegt. COMT (Catechol-O-Methyltransferase) ist vor allem für den Abbau von Botenstoffen wie Dopamin und Adrenalin bekannt. Da diese Hormone indirekt den Glukosestoffwechsel beeinflussen können (z.B. über Stressreaktionen), gibt es eine plausible mechanistische Verbindung. Allerdings zeigen Studien nur schwache Assoziationen zwischen COMT-Varianten und Nüchternblutzucker oder Diabetesrisiko – meist aus GWAS mit kleinen Effektstärken. Die Evidenz ist daher als ‚mechanistisch‘ oder ‚unclear‘ einzustufen. Ein MyBody-X DNA-Test kann COMT-Varianten analysieren, aber die Ergebnisse sind kein Ersatz für etablierte Blutzuckermessungen oder eine ärztliche Beratung. Wer seinen Blutzucker optimieren möchte, sollte auf bewährte Maßnahmen wie Ernährung, Bewegung und ggf. medizinische Kontrollen setzen. Die Genetik liefert allenfalls Hinweise, keine direkten Handlungsanweisungen.
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