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Worauf achten bei HLA-DQ2 und Fruchtbarkeit?

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Worauf achten bei HLA-DQ2 und Fruchtbarkeit?

HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikofaktor für Zöliakie, nicht direkt für Fruchtbarkeitsstörungen. Studien zeigen, dass unbehandelte Zöliakie mit erhöhtem Risiko für Unfruchtbarkeit, wiederholte Fehlgeburten und Frühgeburten einhergehen kann – vor allem bei Frauen. Allerdings haben die meisten HLA-DQ2-Träger keine Zöliakie; nur etwa 2–5 % entwickeln sie. Ein positiver Gentest allein sagt also nichts über die aktuelle Fruchtbarkeit aus. Wenn Sie oder Ihre Patientin unerklärliche Fruchtbarkeitsprobleme haben, kann eine serologische Zöliakie-Diagnostik (tTG-IgA, Endomysium-Antikörper) sinnvoll sein. Der Gentest dient als Ausschluss: Fehlt HLA-DQ2, ist Zöliakie extrem unwahrscheinlich. Vorsicht vor Marketing, das HLA-DQ2 direkt mit Fruchtbarkeit verknüpft – die Evidenz ist indirekt und beobachtend. Lassen Sie auffällige Befunde immer ärztlich abklären, bevor Sie Maßnahmen ergreifen. Evidenz: human-moderate (Zöliakie-Fruchtbarkeits-Assoziation).

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