Ferritin ist ein wichtiger Biomarker für die Eisenspeicher, besonders bei sportlich Aktiven. Bei Ausdauersportlern und Frauen ist ein niedriger Ferritinspiegel häufig und kann Leistung, Regeneration und Immunfunktion beeinträchtigen. Allerdings ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein: Entzündungen oder Infekte können den Wert falsch erhöhen, sodass ein gleichzeitiger CRP-Test zur Interpretation nötig ist. Ein zu hoher Ferritinwert kann auf Hämochromatose oder chronische Entzündungen hinweisen – Eisen sollte dann nicht supplementiert werden. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (wie MyBody-X) messen Ferritin im Blut, nicht im DNA-Test. Die Aussagekraft einer einzelnen Messung ist begrenzt; Verlaufskontrollen und ärztliche Abklärung sind empfehlenswert. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen Ferritin und Sport ist gut (klinische Praxis), aber die individuelle Interpretation erfordert Kontext. Marketingversprechen, die allein aus einem Ferritinwert eine personalisierte Ernährungs- oder Trainingsempfehlung ableiten, sind kritisch zu sehen.
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