Kefir ist ein fermentiertes Milchprodukt, das reich an probiotischen Bakterien und Hefen ist. Studien deuten darauf hin, dass der regelmäßige Konsum die Darmflora positiv beeinflussen kann, indem er die Diversität erhöht und entzündungshemmende Prozesse fördert. Über die Darm-Hirn-Achse könnte Kefir auch Stressreaktionen modulieren – erste tierexperimentelle und kleine Humanstudien zeigen eine mögliche Reduktion von Cortisol und Angstsymptomen. Allerdings ist die Evidenzlage überwiegend mechanistisch und basiert auf Beobachtungsstudien; große randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Zudem variiert die Wirkung stark je nach individueller Darmausgangslage, Kefir-Stamm und Begleitfaktoren wie Ernährung und Schlaf. Wichtig: Kefir ist kein Ersatz für eine ausgewogene Lebensweise oder medizinische Behandlung bei chronischem Stress. Achte auf Produktqualität (wenig Zucker, lebende Kulturen) und führe ihn langsam ein, um Blähungen zu vermeiden. Bei bestehenden Darmerkrankungen oder Immunschwäche vorher ärztlich abklären.
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