Unterschied Laienmeinung vs Evidenz: Haarausfall Senioren
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TIKKI Wissensantwort
Die Laienmeinung zu Haarausfall bei Senioren ist oft von Mythen geprägt: Viele glauben, dass häufiges Haarewaschen, Kaffeekonsum oder das Tragen von Kappen die Ursache seien. Auch wird Haarausfall häufig als unvermeidbare Alterserscheinung abgetan. Die Evidenz zeigt jedoch, dass der häufigste Grund der androgenetische Haarausfall ist, der genetisch und hormonell bedingt ist. Bei Senioren können auch Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel oder Stress eine Rolle spielen. Ein Mikronährstoffmangel (z. B. Vitamin D, Zink) wird oft überschätzt – nur bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung helfen. Wichtig: Ein plötzlicher oder fleckförmiger Haarausfall sollte ärztlich abgeklärt werden, da er auf systemische Erkrankungen hinweisen kann. Die Evidenzlage für viele frei verkäufliche „Haarwuchsmittel“ ist schwach. Konsumenten-DNA-Tests wie von MyBody-X können keine medizinische Diagnose stellen und sind für die Haarausfall-Abklärung nicht geeignet. Vorsicht vor übertriebenen Versprechungen in der Werbung.
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