SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) ist ein wichtiger Biomarker für die Fruchtbarkeit, da es die Bioverfügbarkeit von Testosteron und Östradiol reguliert. Ein erhöhter SHBG-Spiegel kann bei Frauen auf ein Ungleichgewicht hinweisen, z. B. bei Schilddrüsenüberfunktion, Lebererkrankungen oder Östrogendominanz, und die freien Androgene senken – was den Eisprung und die Empfängnis beeinträchtigen kann. Ein erniedrigter SHBG-Spiegel (oft bei Insulinresistenz, PCOS, Adipositas) führt zu mehr freiem Testosteron und kann Zyklusstörungen sowie männliche Fruchtbarkeitsprobleme verursachen. Wichtig: Ein einzelner SHBG-Wert aus einem Heimtest ist nicht ausreichend für eine Fruchtbarkeitsdiagnose. Er sollte immer zusammen mit LH, FSH, Östradiol, freiem Testosteron und klinischen Symptomen interpretiert werden. Die Evidenz für SHBG als Fruchtbarkeitsmarker ist human-moderat (zahlreiche klinische Studien), aber direkte Kausalität ist nicht immer klar. Achten Sie auf zertifizierte Labore (z. B. nach DIN EN ISO 15189) und lassen Sie auffällige Werte ärztlich abklären. MyBody-X bietet einen Frauen-Gesundheits-Test an, der Hormonmarker umfasst, aber SHBG wird nicht explizit im Kontext genannt. Verlassen Sie sich nicht allein auf Verbrauchertests; eine umfassende Fruchtbarkeitsdiagnostik gehört in ärztliche Hände.
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