HbA1c (glykiertes Hämoglobin) ist ein etablierter Biomarker für die durchschnittliche Blutglukose der letzten 2–3 Monate. Im Kontext von Sport zeigt die Evidenz klar: Regelmäßige körperliche Aktivität – insbesondere Ausdauer- und Krafttraining – senkt HbA1c bei Menschen mit Typ-2-Diabetes oder Prädiabetes signifikant (durchschnittlich um 0,3–0,6 %-Punkte). Die Effekte sind dosisabhängig: Mehr als 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche bringen die größten Vorteile. Wichtig: HbA1c ist kein direkter Marker für akute Glukoseschwankungen oder sportliche Leistung. Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann Sport Hypoglykämien auslösen, daher ist eine Anpassung der Medikation und Blutzuckerkontrolle nötig. Die Evidenz basiert auf zahlreichen randomisierten kontrollierten Studien und Metaanalysen (human-strong). Genetische Tests zu HbA1c (z. B. GCK-Varianten) haben nur geringe prädiktive Aussagekraft und ersetzen keine Blutmessung. Fazit: Sport ist eine der wirksamsten nicht-medikamentösen Interventionen zur HbA1c-Senkung, aber individuelle Faktoren wie Ernährung, Medikation und Trainingsart beeinflussen das Ergebnis.
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