Der CRP-Wert (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der in der Leber gebildet wird und bei akuten oder chronischen Entzündungen, Infektionen oder Gewebeschäden ansteigt. Ein erhöhter CRP-Wert zeigt an, dass im Körper eine Entzündungsreaktion stattfindet, sagt aber nicht, wo oder warum. Die Messung erfolgt meist im Blut; Werte unter 5 mg/l gelten als normal, können aber je nach Labor variieren. Hochsensitives CRP (hs-CRP) wird zur Risikoabschätzung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt, allerdings ist die Evidenz für den Nutzen bei gesunden Personen moderat. Wichtig: Ein einzelner erhöhter CRP-Wert ist nicht diagnoseweisend – er muss im klinischen Kontext interpretiert werden. Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Infekte oder chronische Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis) können den Wert beeinflussen. Bei Verbraucher-Bluttests (z. B. MyBody-X) gilt: Der Test misst zuverlässig den CRP-Spiegel, aber die Interpretation sollte durch einen Arzt erfolgen. Eigenständige Schlussfolgerungen oder Behandlungen auf Basis eines einzelnen Werts sind nicht empfehlenswert. Evidenz: gut belegt für Entzündungsmarker, aber klinische Einordnung entscheidend.
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