Die Frage nach einem Zusammenhang zwischen IgG und den Wechseljahren ist wissenschaftlich schwach belegt. IgG-Antikörper werden häufig in kommerziellen Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten vermessen, insbesondere IgG4. Diese Tests sind jedoch nicht klinisch validiert und werden von Fachgesellschaften nicht empfohlen. Die Wechseljahre sind eine hormonelle Übergangsphase mit sinkendem Östrogen, was immunologische Veränderungen begünstigen kann – etwa eine leichte Verschiebung des Zytokinprofils oder eine erhöhte Neigung zu Autoimmunreaktionen. Ein direkter, spezifischer Anstieg von IgG als Marker für Wechseljahresbeschwerden ist jedoch nicht durch robuste Studien belegt. Manche Frauen berichten subjektiv über verstärkte Unverträglichkeiten in den Wechseljahren, aber dies ist eher auf veränderte Darmpermeabilität oder Mikrobiomverschiebungen zurückzuführen als auf IgG. Wer in den Wechseljahren unter Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen leidet, sollte ärztliche Hormon- und Stoffwechseldiagnostik in Anspruch nehmen, statt auf IgG-Tests zu setzen. Die Evidenz für IgG als Biomarker in diesem Kontext ist als 'unclear' oder 'marketing' einzustufen.
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