HLA-DQ2 ist ein genetischer Marker, der stark mit Zöliakie assoziiert ist. Bei Stress spielt er keine direkte Rolle. Allerdings kann unerkannter Glutenkonsum bei HLA-DQ2-Trägern zu chronischen Beschwerden wie Müdigkeit, Reizbarkeit oder Konzentrationsstörungen führen – Symptome, die oft mit Stress verwechselt werden. Ein Gentest auf HLA-DQ2 ist daher nicht als „Stress-Test“ sinnvoll, sondern nur im Rahmen einer Zöliakie-Abklärung. Ohne entsprechende Symptome oder familiäre Vorbelastung bringt das Wissen um HLA-DQ2 keinen messbaren Vorteil für das Stressmanagement. Die Evidenz ist mechanistisch: Der Zusammenhang zwischen Gluten und Stress ist indirekt und nicht durch starke klinische Studien belegt. Wer unter Stress leidet, sollte besser auf Schlaf, Bewegung und Ernährung achten, statt sich auf einzelne Genvarianten zu fokussieren.
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