Die ACTN3 R577X-Variante (rs1815739) ist gut untersucht im Sportkontext, aber ihre Rolle in den Wechseljahren ist wissenschaftlich nicht belegt. Menopause führt zu hormonellen Veränderungen (Östrogenabfall), die Muskelmasse und -funktion beeinflussen. Theoretisch könnte der ACTN3-Genotyp (RR, RX, XX) die Anpassungsfähigkeit der Muskulatur an diese Veränderungen modulieren, da α-Actinin-3 in schnellen Muskelfasern exprimiert wird. Allerdings fehlen spezifische Studien, die einen direkten Zusammenhang zwischen ACTN3 und menopausalen Symptomen wie Sarkopenie oder Kraftverlust nachweisen. Die vorhandene Evidenz ist mechanistisch und basiert auf Extrapolation aus Sportgenetik. Die Effektstärke ist vermutlich klein und wird durch Training, Ernährung und andere Faktoren überlagert. Ein Gentest allein kann keine Aussage über den individuellen Menopause-Verlauf treffen. Klinische Relevanz ist derzeit nicht gegeben. Frauen sollten sich auf bewährte Maßnahmen wie Krafttraining und ausreichende Proteinzufuhr konzentrieren.
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