Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für die Funktion des Immunsystems wichtig ist. Einige Studien deuten darauf hin, dass Zink bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma eine unterstützende Wirkung haben könnte, etwa durch Stabilisierung von Mastzellen oder Modulation der Entzündungsreaktion. Die Evidenz ist jedoch insgesamt gemischt: Während einige randomisierte kontrollierte Studien positive Effekte auf Symptome wie Nasenlaufen oder Niesen zeigen, finden andere keinen signifikanten Nutzen. Zudem ist die Studienlage oft durch kleine Fallzahlen und heterogene Dosierungen limitiert. Ein Zinkmangel sollte vor einer Supplementierung ausgeschlossen werden, da ein Überschuss (z. B. >40 mg/Tag) zu Übelkeit, Kupfermangel oder neurologischen Störungen führen kann. Für die allgemeine Allergieprävention oder -behandlung ist Zink kein Ersatz für etablierte Therapien (Antihistaminika, Allergenvermeidung). Bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein, aber ohne ärztliche Abklärung ist Vorsicht geboten. Insgesamt ist die Evidenz für den routinemäßigen Einsatz bei Allergien schwach bis moderat.
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