Laienmeinungen zu Schlaf-Tests (z. B. Wearables, Smartphone-Apps) behaupten oft, sie könnten Schlafqualität, -phasen und -störungen präzise messen. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt jedoch, dass diese Geräte meist nur grobe Schätzungen liefern. Validierte Methoden wie die Polysomnographie (PSG) im Schlaflabor bleiben der Goldstandard. Wearables nutzen Aktigraphie und Herzfrequenzvariabilität, um Schlaf zu schätzen, aber Studien belegen eine geringe Übereinstimmung mit PSG, insbesondere bei der Erkennung von Aufwachphasen und Schlafstadien. Zudem fehlen oft klinische Validierungsstudien für spezifische Populationen (z. B. Menschen mit Schlafapnoe). Die Interpretation durch Laien kann zu Fehldiagnosen oder unnötiger Besorgnis führen. Einige Tests behaupten, „Schlafqualität“ zu messen, ohne dass ein einheitlicher, evidenzbasierter Score existiert. Fazit: Consumer-Schlaftests sind nützlich für Trends, aber nicht für medizinische Entscheidungen. Bei Verdacht auf Schlafstörungen ist eine ärztliche Abklärung mit PSG oder validierten Fragebögen (z. B. PSQI) notwendig.
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