FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-3-Fettsäuren (ALA in EPA/DHA) beteiligt ist. GWAS-Studien zeigen, dass bestimmte SNPs (z. B. rs174547) mit niedrigeren EPA/DHA-Spiegeln assoziiert sind. Im Sportkontext wird ein Zusammenhang mit Entzündungsregulation, Regeneration und möglicherweise Ausdauerleistung diskutiert. Die Evidenz ist jedoch überwiegend genetisch (GWAS) und stammt aus Populationsstudien, nicht aus kontrollierten Sportinterventionen. Die Effektstärken sind klein (<5 % Varianzaufklärung) und stark von Ernährung, Training und Lebensstil überlagert. Ein DNA-Test kann eine Tendenz anzeigen, aber keine individuelle Leistungsprognose oder Supplementierungsempfehlung ersetzen. Aktuell gibt es keine robusten RCTs, die einen klaren Nutzen einer FADS1-basierten Anpassung der Omega-3-Zufuhr für Sportler belegen. Vorsicht vor Marketingversprechen, die aus der Genetik direkte Leistungssteigerungen ableiten. Die klinische Relevanz bleibt unklar.
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