Vitamin D kommt natürlicherweise in fettreichem Fisch (Lachs, Makrele, Hering), Lebertran, Eigelb und in geringeren Mengen in Rinderleber vor. Angereicherte Lebensmittel wie Margarine, Milch oder Frühstücksflocken enthalten zugesetztes Vitamin D. Die Hauptquelle ist jedoch die körpereigene Synthese durch Sonnenlicht (UVB) auf der Haut. – Marketing-Hype: Viele Anbieter von Gentests oder Nahrungsergänzungsmitteln behaupten, dass ein Vitamin-D-Test oder ein spezifisches Supplement für jeden essenziell sei. Tatsächlich ist ein routinemäßiges Screening bei gesunden Erwachsenen ohne Risikofaktoren nicht empfohlen (USPSTF). Auch die Idee, dass hohe Dosen Vitamin D vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, wird durch große RCTs nicht gestützt. Die Evidenz für einen Nutzen jenseits der Knochengesundheit ist schwach. Zudem wird oft suggeriert, ein Gentest (z. B. auf VDR-Varianten) könne die optimale Dosis bestimmen – das ist wissenschaftlich nicht belegt. Die Wirkung ist klein und wird durch Lebensstilfaktoren überlagert. Vorsicht vor Überdosierung: Vitamin D ist fettlöslich und kann toxisch wirken.
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