Die Frage nach den Ursachen erhöhter Entzündungswerte ist berechtigt, aber komplex. Chronisch erhöhte Entzündungsmarker wie CRP, IL-6 oder TNF-α können viele Hintergründe haben: Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen (z. B. viszerale Adipositas, Insulinresistenz), Rauchen, chronischer Stress, Schlafmangel oder Umweltbelastungen. Auch genetische Faktoren (z. B. IL-6-Polymorphismen) spielen eine moderate Rolle. Wichtig: Ein einzelner erhöhter Wert ist kein Beweis für eine chronische Entzündung – akute Infekte, Verletzungen oder Impfungen verfälschen das Bild. Consumer-Bluttests (z. B. hs-CRP, IgE) liefern nur Ausschnitte. IgE-Tests wie der AllergieCheck von MyBody-X messen nur allergische Reaktionen, nicht die systemische Entzündung. Die Evidenz für direkte Ursachen aus DNA-Tests ist schwach; die meisten Assoziationen sind mechanistisch oder GWAS-basiert, aber nicht klinisch handlungsleitend. Ohne ärztliche Abklärung (Anamnese, Verlaufskontrollen) sollte man keine eigenständigen Maßnahmen ergreifen. Die Antwort bleibt konservativ: Die Ursachen sind multifaktoriell, und die vorliegenden Kontextdaten liefern keine spezifische Evidenz für eine einzelne Ursache.
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