HsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein empfindlicher Marker für systemische, niedriggradige Entzündungen. Ein erhöhter hsCRP-Wert (>1–3 mg/l) wird mit einer chronischen Entzündungslage in Verbindung gebracht, die die Fruchtbarkeit auf mehreren Ebenen beeinträchtigen kann: Sie kann die ovarielle Funktion stören, die Eizellqualität mindern, die Einnistung erschweren und mit Erkrankungen wie PCOS oder Endometriose assoziiert sein. Allerdings ist die Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen hsCRP und Fertilität begrenzt und widersprüchlich. Viele Studien sind beobachtend und berücksichtigen nicht ausreichend Störfaktoren wie Adipositas, Rauchen oder metabolisches Syndrom. HsCRP ist kein eigenständiger Fertilitätstest, sondern ein allgemeiner Entzündungsmarker. Ein erhöhter Wert sollte ärztlich abgeklärt werden, bevor daraus Maßnahmen abgeleitet werden. Die Messung mittels hochsensitivem Assay ist standardisiert, aber die Interpretation im Fertilitätskontext bleibt unscharf. Zusammenfassend: HsCRP kann ein Hinweis auf entzündungsbedingte Fruchtbarkeitsprobleme sein, ersetzt aber keine spezifische Fertilitätsdiagnostik.
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