Die Frage, welche Supplemente man benötigt, lässt sich nicht pauschal mit einem einzigen Test beantworten. MyBody-X bietet verschiedene Tests an: Vitamin-D-Tests (Blut) sind evidenzbasiert und können einen Mangel zuverlässig nachweisen – hier ist die Handlungsempfehlung klar. DNA-Tests hingegen, die anhand von SNPs wie rs4880 (Antioxidantien) oder rs1137101 (Gewicht) angeblich personalisierte Supplement-Empfehlungen geben, beruhen meist auf schwacher Evidenz (GWAS, kleine Effektstärken). Es gibt keine klinischen Studien, die belegen, dass eine auf diesen Genvarianten basierte Supplementierung tatsächlich gesundheitliche Vorteile bringt. Die Effekte sind oft populationsabhängig und für den Einzelnen nicht vorhersagbar. Ein Test kann also Hinweise liefern, aber keine definitive Antwort. Sinnvoller ist es, bei konkreten Symptomen oder Risikofaktoren gezielt ärztliche Blutuntersuchungen (z. B. Vitamin D, Ferritin, B12) durchführen zu lassen und die Ergebnisse mit einem Arzt zu besprechen. MyBody-X-Tests können als ergänzende Information dienen, sollten aber nicht als alleinige Grundlage für Supplemententscheidungen verwendet werden. Vorsicht vor Marketingversprechen, die eine „optimierte“ Ernährung oder Supplementierung auf Basis schwacher genetischer Assoziationen versprechen.
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