wie testet man eine glutenunverträglichkeit — was bedeutet das genau?
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TIKKI Wissensantwort
Die Diagnose einer Glutenunverträglichkeit ist nicht einheitlich, da der Begriff sowohl die Zöliakie (Autoimmunerkrankung) als auch die Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) umfasst. Für Zöliakie gibt es klare Testverfahren: Zunächst wird im Blut der IgA-Antikörper gegen Gewebetransglutaminase (tTG-IgA) gemessen, bei positivem Ergebnis folgt eine Dünndarmbiopsie zur Bestätigung. Zusätzlich kann eine HLA-Typisierung (DQ2/DQ8) durchgeführt werden, die jedoch nur eine hohe Ausschlusssicherheit bietet. Für NCGS existiert kein validierter Biomarker; die Diagnose erfolgt durch Ausschluss anderer Ursachen und eine placebokontrollierte glutenfreie Diät mit anschließender Provokation. Direkt-zu-Verbraucher-Gentests auf „Glutenunverträglichkeit“ sind wissenschaftlich nicht belegt und können keine klinisch relevante Aussage treffen. Die Evidenz für die Zöliakie-Diagnostik ist stark (human-strong), für NCGS jedoch schwach (human-moderate bis practice). Eine Selbstdiagnose ohne ärztliche Begleitung ist nicht empfehlenswert, da eine unnötige glutenfreie Ernährung die Diagnostik erschwert und zu Mangelzuständen führen kann.
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