Die Forschung zum FTO-Gen (z. B. rs9939609) zeigt einen robusten, aber kleinen Zusammenhang mit Adipositasrisiko und Appetitregulation. Träger des Risikoallels (A) haben im Durchschnitt einen leicht erhöhten BMI und eine höhere Kalorienaufnahme, insbesondere bei fettreicher Ernährung. Allerdings ist der Effekt moderat (ca. 0,3 kg/m² pro Allel) und wird durch Lebensstilfaktoren wie Bewegung und Ernährungsqualität moduliert. Studien belegen, dass eine proteinreiche oder ballaststoffreiche Ernährung den genetischen Nachteil teilweise ausgleichen kann. Wichtig: Die klinische Vorhersagekraft ist gering – ein einzelner SNP allein rechtfertigt keine drastischen Ernährungsänderungen. Direkt-zu-Verbraucher-Tests überschätzen oft die Handlungsrelevanz. Evidenz: human-strong (zahlreiche GWAS und Metaanalysen), aber die Effektstärke ist klein. Caveat: Keine spezifische Diät für FTO-Träger evidenzbasiert; allgemeine gesunde Ernährung bleibt zentral.
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