Die Berechnung des individuellen Proteinbedarfs hängt von mehreren Faktoren ab: Körpergewicht, Aktivitätslevel, Alter, Gesundheitszustand und Trainingsziel. Für einen durchschnittlichen Erwachsenen ohne besondere Belastung empfehlen die meisten Ernährungsgesellschaften etwa 0,8 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag. Bei Sportlern oder in der Regenerationsphase kann der Bedarf auf 1,2–2,0 g/kg steigen. Genetische Tests auf Einzelnukleotid-Polymorphismen (z. B. im FTO- oder PPARGC1A-Gen) werden manchmal als Hilfsmittel beworben, doch die Evidenz für eine personalisierte Proteinempfehlung allein aus der DNA ist schwach. Die tatsächliche Proteinverwertung wird durch viele Gene, Darmmikrobiom, Mahlzeitenzusammensetzung und Trainingsstatus beeinflusst. Daher sollte die Proteinzufuhr primär anhand von Aktivität und Zielen angepasst werden, nicht allein aufgrund eines Gentests. Caveat: Zu hohe Proteinmengen können bei Niereninsuffizienz schädlich sein. Konsultieren Sie bei spezifischen Fragen einen Ernährungsmediziner.
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