Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen), das hauptsächlich in den Hoden, aber auch in den Nebennieren und bei Frauen in geringeren Mengen in den Eierstöcken produziert wird. Es steuert die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale, den Muskel- und Knochenaufbau, die Spermienproduktion und die Libido. Der Spiegel sinkt natürlicherweise mit dem Alter, etwa ab 30 Jahren um 1–2 % pro Jahr. Ein Mangel kann zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit, verminderter Muskelmasse und erektiler Dysfunktion führen. Wichtig zu wissen: Direkt-zu-Verbraucher-Tests (DTC) für Testosteron im Speichel oder Kapillarblut liefern oft nur Momentaufnahmen, da der Hormonspiegel stark tageszeitlich schwankt (morgens am höchsten) und durch Faktoren wie Schlaf, Stress und Ernährung beeinflusst wird. Für eine verlässliche Diagnose sind standardisierte Laborblutentnahmen am Morgen nötig. Die Evidenz für Testosteronersatztherapie bei altersbedingtem Abfall ist gemischt; bei klarem Mangel mit Symptomen kann sie sinnvoll sein, birgt aber Risiken wie Herz-Kreislauf-Probleme. Ohne ärztliche Indikation ist Selbstoptimierung mit Testosteron nicht empfohlen.
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