Die Forschung zu Sportgenen bei Männern zeigt, dass einzelne genetische Varianten wie ACTN3 (R577X) oder ACE (I/D) mit Muskeltyp oder Ausdauerleistung assoziiert sind, aber die Effekte sind klein und erklären nur wenige Prozent der Leistungsvarianz. GWAS-Studien identifizieren viele Varianten mit winzigen Beiträgen, die für individuelle Vorhersagen ungeeignet sind. Trainingsreaktion wird stark von Umwelt, Ernährung, Motivation und Trainingsprotokoll beeinflusst. Kommerzielle DNA-Tests für „Sportgene“ übertreiben oft die Aussagekraft. Die Evidenz ist moderat (human-observational/GWAS), aber nicht ausreichend für personalisierte Trainingsempfehlungen. Männer und Frauen unterscheiden sich in Hormonprofil und Muskelphysiologie, doch die genetische Basis für Sportleistung ist geschlechtsübergreifend ähnlich. Vorsicht vor Marketingversprechen: Kein Test kann Talent oder Erfolg vorhersagen.
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