HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikomarker für Zöliakie, nicht direkt für Blutzucker. Bei Zöliakie kann eine unbehandelte Glutenunverträglichkeit zu Malabsorption, chronischer Entzündung und assoziierten Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes führen, die den Blutzucker beeinflussen. Ein positiver HLA-DQ2-Befund bedeutet jedoch nicht, dass man Zöliakie hat – nur etwa 2–5 % der Träger entwickeln sie. Der Test ist kein Ersatz für eine medizinische Diagnostik (Antikörper, Dünndarmbiopsie). Für Blutzucker relevanter sind Lebensstilfaktoren, Insulinsensitivität und ggf. ein oraler Glukosetoleranztest. Die Evidenz für eine direkte Verbindung zwischen HLA-DQ2 und Blutzucker ist indirekt und über Zöliakie vermittelt. Vorsicht vor überinterpretation: Ein Gentest allein sagt nichts über den aktuellen Blutzuckerstatus aus. Bei Verdacht auf Zöliakie oder unklaren Blutzuckerschwankungen sollte ein Arzt konsultiert werden.
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