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MyBody-X Perspektive: MTHFR Training

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MyBody-X Perspektive: MTHFR Training

Die MTHFR-Variante (C677T) beeinflusst die Aktivität des Enzyms Methylentetrahydrofolat-Reduktase, das eine Schlüsselrolle im Folat- und Homocystein-Stoffwechsel spielt. Träger der Variante haben oft eine leicht reduzierte Enzymaktivität, was zu erhöhten Homocysteinspiegeln führen kann. Im Kontext von Training wird spekuliert, dass eine gestörte Methylierung die Regeneration, die kardiovaskuläre Anpassung oder die Entzündungsreaktion beeinträchtigen könnte. Die Evidenz dafür ist jedoch schwach: Es gibt keine kontrollierten Studien, die zeigen, dass MTHFR-Träger anders auf Ausdauer- oder Krafttraining reagieren. Die meisten Effekte sind mechanistisch abgeleitet (z. B. über Homocystein und Endothelfunktion). Wichtig: Die Variante ist häufig (ca. 30–40 % der Bevölkerung) und die meisten Menschen haben keine gesundheitlichen Nachteile. Eine Anpassung der Trainingsgestaltung allein aufgrund des MTHFR-Status ist nicht evidenzbasiert. Sinnvoller ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Folat (z. B. aus grünem Blattgemüse) und ggf. eine ärztliche Kontrolle des Homocysteinspiegels. Hohe Dosen Folsäure ohne medizinische Indikation können Risiken bergen. Fazit: MTHFR ist ein kleiner Puzzlestein, aber kein Trainingsentscheider.

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