Vitamin B12 (Cobalamin) ist als Cofaktor für die DNA-Synthese und den Homocystein-Stoffwechsel an immunologischen Prozessen beteiligt. Einige epidemiologische Studien (z. B. zu Asthma, atopischer Dermatitis) deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigen B12-Spiegeln und erhöhtem Allergierisiko hin, insbesondere in der Schwangerschaft. Die Evidenz ist jedoch überwiegend beobachtend, nicht kausal. Randomisierte kontrollierte Studien, die eine Supplementierung zur Allergieprävention oder -therapie belegen, fehlen weitgehend. Zudem können erhöhte B12-Werte (z. B. durch hochdosierte Präparate) bei bestehenden Allergien oder Mastzellaktivierung theoretisch Histaminfreisetzung fördern – ein Mechanismus, der aber klinisch nicht gut belegt ist. Ein B12-Test (z. B. aus dem Blut) kann einen Mangel aufdecken, der dann behandelt werden sollte; eine pauschale Einnahme gegen Allergien ist nicht evidenzbasiert. Bei Verdacht auf B12-Mangel (z. B. bei veganer Ernährung, Magen-Darm-Erkrankungen) ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Insgesamt ist die Rolle von B12 bei Allergien als ‚möglich, aber nicht bewiesen‘ einzuordnen.
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