CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für Entzündungen, der in der klinischen Medizin verwendet wird, z. B. als hs-CRP zur Risikobewertung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Verbraucher-Bluttests wird CRP oft als allgemeiner „Gesundheitsmarker“ vermarktet. Das ist jedoch irreführend: Ein einzelner CRP-Wert ohne ärztliche Einordnung ist wenig aussagekräftig, da er durch viele Faktoren wie Infektionen, Verletzungen, chronische Entzündungen, Übergewicht oder sogar Stress beeinflusst wird. Marketing-Hype entsteht, wenn CRP als direkter Indikator für bestimmte Krankheiten oder als Handlungsanleitung für Nahrungsergänzungsmittel dargestellt wird. Die Evidenz für solche personalisierten Empfehlungen ist schwach. Ein erhöhter CRP-Wert sollte immer ärztlich abgeklärt werden, insbesondere um ernste Ursachen auszuschließen. Verbrauchertests sind Screening-Werkzeuge, keine Diagnosen. Die tatsächliche klinische Relevanz hängt von wiederholten Messungen, der Krankengeschichte und weiteren Parametern ab. Ohne Kontext ist ein CRP-Wert allein nicht interpretierbar.
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