Die Behauptung, dass eine FADS1-Variante direkt die Hautalterung beeinflusst, ist wissenschaftlich schwach belegt. FADS1 kodiert für eine Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beteiligt ist. Theoretisch könnten Veränderungen im Fettsäurestoffwechsel die Hautbarriere und Entzündungsprozesse modulieren, was indirekt mit Hautalterung zusammenhängen könnte. Allerdings fehlen robuste Humanstudien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen spezifischen FADS1-SNPs und Hautalterung belegen. Die meisten verfügbaren Daten stammen aus Zell- oder Tiermodellen oder sind Assoziationsstudien mit kleinen Effekten. MyBody-X-Tests zu diesem Thema sind eher marketinggetrieben und überschätzen oft die klinische Relevanz. Eine gesunde Ernährung mit ausreichend ungesättigten Fettsäuren ist generell empfehlenswert, aber eine Genvariante allein rechtfertigt keine spezifischen Anti-Aging-Maßnahmen. Vorsicht vor übertriebenen Versprechungen: Hautalterung wird durch UV-Strahlung, Lebensstil und Genetik vieler Gene beeinflusst. Evidenz: marketing/unclear.
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