Die APOE-Genvariante (rs7412, rs429358) ist vor allem für den Fettstoffwechsel und das Alzheimer-Risiko bekannt. Im Kontext von Gewichtsverlust gibt es keine starke, direkte Evidenz aus randomisierten Studien, die APOE als Prädiktor für den Erfolg einer Diät belegt. Einige GWAS-Assoziationen (z. B. rs7412) zeigen Effekte auf Lipidwerte, aber nicht auf Gewichtsveränderung. Mechanistisch könnte APOE4 den Fettstoffwechsel beeinflussen, aber die Studienlage ist widersprüchlich. Ein Gentest allein ist daher für die Gewichtsabnahme nicht klinisch handlungsleitend. Wichtiger sind etablierte Faktoren wie Kalorienbilanz, Makronährstoffzusammensetzung und Bewegung. Die Evidenz für eine personalisierte Diät basierend auf APOE ist derzeit schwach bis moderat. Caveat: APOE4-Träger haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, was bei der Wahl einer Diät (z. B. fettarm vs. fettreich) berücksichtigt werden kann, aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage dienen sollte.
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