Ein Zöliakie-Test (z. B. auf HLA-DQ2/DQ8 oder Antikörper) kann erste Hinweise liefern, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Was Sie selbst tun können: 1) Bei Verdacht auf Zöliakie (Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit) einen Gastroenterologen aufsuchen. 2) Vor einem Arztbesuch keine glutenfreie Diät beginnen – sonst werden Antikörpertests und die Dünndarmbiopsie verfälscht. 3) Ein positiver Gentest (HLA-DQ2/DQ8) bedeutet nur ein erhöhtes Risiko, nicht die Erkrankung; etwa 30 % der Bevölkerung tragen diese Varianten, aber nur 1–2 % entwickeln Zöliakie. 4) Ein negativer Gentest schließt Zöliakie dagegen nahezu aus. 5) Selbsttests aus dem Internet (Blut aus der Fingerkuppe) sind oft unzuverlässig und nicht standardisiert. Die einzige zuverlässige Diagnosekombination ist: positive Serologie (tTG-IgA) plus histologischer Nachweis in der Biopsie. Ohne ärztliche Abklärung riskieren Sie Fehlinterpretationen und unnötige Diäten. Evidenz: Die Genetik der Zöliakie ist gut verstanden (human-strong), aber die Interpretation erfordert klinischen Kontext.
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