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Evidenz-Check: IgG Unverträglichkeitstest im Kontext von Abnehmen

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Evidenz-Check: IgG Unverträglichkeitstest im Kontext von Abnehmen

IgG-basierte Lebensmittelunverträglichkeitstests werden oft mit dem Versprechen beworben, durch das Meiden angeblich ‚reaktiver‘ Lebensmittel Gewicht zu verlieren. Die wissenschaftliche Evidenz dafür ist jedoch äußerst schwach. IgG-Antikörper im Blut gegen Nahrungsmittel sind in der Regel ein Zeichen für eine normale immunologische Exposition – der Körper hat schlicht Kontakt mit dem jeweiligen Protein gehabt. Sie sind kein Indikator für eine Unverträglichkeit oder Allergie. Studien, die einen Zusammenhang zwischen IgG-Titer und Gewichtsverlust belegen, fehlen. Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und andere Fachgesellschaften raten von solchen Tests ab. Im Kontext von Abnehmen sind sie daher nicht zielführend. Stattdessen sollte man auf evidenzbasierte Methoden wie Kalorienbilanz, Makronährstoffverteilung und gegebenenfalls ärztlich begleitete Ausschlussdiäten setzen. Ein Gentest auf FTO-Varianten (z. B. rs9939609) kann eine genetische Neigung zu höherem BMI anzeigen, aber auch das ersetzt keine individuelle Ernährungsberatung. Fazit: IgG-Tests sind für die Gewichtsreduktion nicht geeignet und können zu unnötigen Diätrestriktionen führen.

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