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Evidenz-Check: Transferrin im Kontext von menopause

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Evidenz-Check: Transferrin im Kontext von menopause

Transferrin ist ein Eisentransportprotein, dessen Konzentration im Blut indirekt den Eisenstatus widerspiegelt. In der Menopause steigt das Eisenrisiko: Durch den Wegfall der Menstruation sinkt der Eisenverlust, was zu erhöhten Ferritinwerten und einer niedrigeren Transferrinkapazität führen kann. Ein niedriges Transferrin (bzw. eine hohe Transferrinsättigung) deutet auf Eisenüberladung hin, die mit oxidativem Stress, Insulinresistenz und kardiovaskulären Risiken assoziiert ist. Allerdings ist Transferrin allein kein spezifischer Menopausemarker; es sollte zusammen mit Ferritin, Serum-Eisen und Entzündungsmarkern (CRP) interpretiert werden. Die Evidenz basiert auf physiologischen Mechanismen und epidemiologischen Studien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien speziell für Transferrin in der Menopause. Ein routinemäßiges Transferrin-Screening bei gesunden postmenopausalen Frauen wird derzeit nicht empfohlen, es sei denn, es besteht Verdacht auf Hämochromatose oder Eisenmangel. Caveat: Akute Entzündungen oder Lebererkrankungen verfälschen die Transferrinwerte. Für eine individuelle Bewertung ist ein Arztbesuch mit vollständigem Eisenstatus sinnvoll.

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